Archiv für die Kategorie „Presse 2010“
CDU und FDP unternehmen gemeinsame Anstrengungen
Bäderfrage soll demokratisch beantwortet werden
Zu einer parteiübergreifenden Sitzung trafen sich in Höxter die Vertreter von Christdemokraten und Liberalen, um über die Auswirkungen des Betongutachtens und über die Tätigkeit des Arbeitskreises Bäder zu sprechen. Für die FDP sprach sich Fraktionsvorsitzender Sebastian F. Otten dafür aus, die Aussagen des Gutachtens gegenüber der Bevölkerung nicht zu verharmlosen und einen offenen und ehrlichen Dialog mit allen Einwohnern zu führen. „Wir müssen der traurigen Wahrheit ins Auge sehen, dass das Hallenbad in der jetzigen Bausubstanz so marode ist, dass eine Rettung völlig ausgeschlossen ist“, so das Resümee von Otten. Nun müsse man gemeinsam mit allen Parteien und auch mit Vertretern der Bürgerschaft an einer tragfähigen und langfristigen Lösung der Bäderfrage arbeiten, erklärte der CDU-Stadtvorsitzende Stefan Berens. Karin Wittrock, Fraktionsvorsitzende der CDU, stellte klar, dass man nun nach vorne schauen müsse: „Wir stehen in der Bäderfrage wieder ganz am Anfang der Diskussion und müsse nun ergebnisoffen an die anstehenden Fragen herangehen.“
Bedingt durch die dauerhafte Schließung des Hallenbades müsse der Arbeitskreis sich nun eine neue Zielsetzung geben. Dr. Hans Jürgen Knopf, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender fasste das Ergebnis zusammen: „Neben der Entscheidung über den Baukörper müsse der Arbeitskreis nun folgende Fragen beantworten: 1. Was für ein Bad braucht Höxter? 2. Wo könnte ein geeigneter Standort zu finden sein und 3. Wie kann ein Bad in der jetzigen Situation finanziert werden und welche Konsequenzen entstehen hierdurch?“
Beide Parteien rufen bereits jetzt ihre Mitglieder und die ganze Bevölkerung dazu auf, den Entscheidungsträgern Vorschläge zu unterbreiten, um damit den Prozess der Entscheidungsfindung auf eine breite und demokratische Grundlage stellen zu können.
Gemeinsam wolle man daran arbeiten, dass die Fragen im Arbeitskreis erörtert und beantwortet werden.
Dr. Robert Orth, Vorsitzender des Rechtsausschusses,
besucht Amtsgericht in Höxter
FDP setzt sich für Erhalt der Infrastruktur ein
Auf Initiative von Sebastian F. Otten, FDP Fraktionsvorsitzender im Höxteraner Stadtrat, besuchte nun Dr. Robert Orth, Vorsitzender des Rechtsausschusses des Landtages in Düsseldorf, das Amtsgericht in Höxter. „Es ist gut, wenn man nicht nur vom Schreibtisch aus Politik macht, sondern sich auch vor Ort ein Bild machen kann“, erklärte Dr. Orth beim Gespräch mit Amtsgerichtdirektor Dr. Andreas Hohendorf und Richter am Amtsgericht, Dr. Ulrich Thewes. Bei dem Informationsgespräch konnte sich der FDP-Politiker aus Düsseldorf davon überzeugen, dass das Amtsgericht in Höxter ausgezeichnet aufgestellt ist. Fachlich und konzeptionell erwies sich das Amtsgericht als weit effektiver als manche grössere Einheit in Ballungszentren, was Bearbeitungszeit, und Service angehe. „Das Amtsgericht gehört für die FDP genauso zum Stadtbild wie eine Kirche und und das Rathaus – und das soll so bleiben“, verdeutlichte der Landtagsabgeordnete den Standpunkt der Liberalen. Dr. Orth betonte, dass er hoffe, dass die neue Landesregierung zukünftig an den kleineren Standorten wie Höxter festhalte. Er trete dafür ein, kleine Einheiten weiter zu stärken. Daher begrüsste der rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion auch die nun anstehenden Arbeiten an der Fassade des alten demkmalgeschützten Adelshofes am Möllinger Platz, in welchem das Amtsgericht untergeracht ist.
Für Sebastian F. Otten war es ein Anliegen, sich für den Erhalt und die Stärkung der Amtsgerichte jenseits der großen Städte einzusetzen. „Wir müssen dem schleichenden Prozeß der Konzentration von Aufgaben auf grosse Standorte entgegentreten und alles in Bewegung setzen, dass Dienstleistungen vor Ort und mit kurzen Wegen angeboten werden können. Alles andere blutet die ländliche Region aus, und dies hätte eine Beschleunigung der demographischen Entwicklung zur Folge.“
Beide waren sich darin einig, dass eine Zusammenlegung von Einheiten in der ländlichen Region ein falsches Signal sei. Dies gelt umso mehr, als dass die Justiz in Höxter mit 35 Beschäftigten auch ein ernstzunehmender Arbeitgeber sei. Wichtig sei es, so Otten, auch nach Düsseldorf in den Landtag die Interessen der Region zu tragen, und somit Zusammenlegungsprozessen zu Lasten der Region entgegenzuwirken.
Das Foto zeigt: Sebastian F. Otten, FDP Fraktionsvorsitzender, Dr. Robert Orth, MdL, Vorsitzender des Rechtsausschusses und rechtspolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion NRW.
FDP in Höxter für Erhalt des Bundeswehrstandortes
Resolution soll verabschiedet werden
Die jüngsten Äußerungen von Bürgermeister Fischer während einer Veranstaltung bei der Bundeswehr in Höxter erregten den Unmut der FDP im Stadtrat. Insbesondere der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Hans Jürgen Knopf kann die Stellungnahme Fischers nicht verstehen: „Die FDP hat bereits im Juni 2010 und erneut in der Ratssitzung im September die Verwaltung ersucht, mitzuteilen, wie die Stadtverwaltung auf die sich ankündigende Wehrreform reagiere.“ In beiden Fällen wurde die Fraktion der Liberalen von Bürgermeister Fischer beruhigt. Es gebe nichts zu tun, der Standort sei sicher, wurde die Frage der Liberalen nach bereits eingeleiteten Schritten gegen eine Schließung des Standortes beantwortet.
„Obwohl der Bürgermeister im Rat suggerierte, es gebe nichts zu unternehmen, hat sich der Verwaltungschef Fischer nun bei einer Veranstaltung der Bundeswehr (die Zeitung berichtete) geäußert, er wolle den Standort erhalten“, ärgert sich Knopf über den plötzlichen Meinungsumschwung des „ersten Bürgers“ der Kreisstadt.
Es stelle sich schon die Frage, warum der Bürgermeister erst dann öffentlich in diese Diskussion um den Erhalt des Standortes eintrete, nachdem die FDP das Thema angestossen hat und in zwei Ratssitzungen auf die Ratsmitglieder beschwichtigend eingewirkt worden sei.
Daher hat die FDP-Fraktion beschlossen, eine Resolution auf den Weg zu bringen. Dies begründet Fraktionsvorsitzender Sebastian F. Otten: „Wir müssen bereits jetzt alle Maßnahmen ergreifen, die der Stadt zur Verfügung stehen, auch wenn der Standort vielleicht nicht betroffen sein wird. Ist aber Höxter Inhalt der Neustrukturierung, dann darf sich die Politik nicht den Vorwurf gefallen lassen dürfen, man habe nichts zur Rettung versucht.“ Die Resolution, die am Donnerstag als Eilantrag eingebracht werden soll, fordert die Entscheidungsgremien in Berlin auf, den traditionsreichen Standort Höxter zu erhalten.